Um bis 2045 treibhausgasneutral zu werden, wurden für Kolkwitz mehrere Zukunftspfade („Szenarien“) berechnet. Sie unterscheiden sich u. a. in der Geschwindigkeit der Heizungsumstellung, den eingesetzten Technologien (z. B. Wärmepumpen, Wärmenetze, Biomethan) und der Rolle zentraler Infrastrukturen.
Szenario: Ausbau von Wärmenetzen (S3)
- Schwerpunkt auf Ausbau von Wärmenetzen in den Fokusgebieten.
- Nutzung von erneuerbaren Wärmequellen
- Hohe Anschlussquoten nötig.
- Gebäude ohne Netzanschluss setzen auf die wirtschaftlich attraktivste erneuerbare Heizlösung.
- Ergebnis: hohe Versorgungssicherheit, gute Planbarkeit, langfristig stabile Kosten.
- Politisch priorisiert im Wärmeplanungsgesetz (§2 WPG)
- Klimaziele erreichbar.

Zeitliche Entwicklung des Wärmebedarfes nach Energieträger im Szenario S3
Szenario: Grüne Gase (S4)
- Fossiles Erdgas wird durch Biomethan oder biogenes Flüssiggas ersetzt.
- Teilweise Nutzung bestehender Gasnetze.
- Praktisch teuer und unsicher aufgrund begrenzter Verfügbarkeit.
- Kein verlässlicher Hauptpfad, eher eine Ergänzung oder Übergangslösung.

Zeitliche Entwicklung des Wärmebedarfs nach Energieträger im Grüne-Gase-Szenario
Abwägung und Zielbild
- Beide Szenarien erfüllen gesetzliche Anforderungen.
- Wärmenetze bieten höchste Steuerbarkeit, Planbarkeit und Versorgungssicherheit.
- Dezentrale Versorgung sinnvoll als Ergänzung, wenn Netzanschluss nicht möglich.
- Grüne Gase sind nur begrenzt einsetzbar.
- Empfehlung für Kolkwitz: Wärmenetz-Szenario als Hauptpfad, ergänzt durch dezentrale Lösungen in nicht erschließbaren Bereichen.
Ihre Ansprechpartner
Thomas Ramoth
Wirtschaftsförderung,
Gemeinde Kolkwitz
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Celeste-Regina Fischer
Projektbearbeiterin, Zukunfts[planungs]werk
(beratendes Büro)
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